Digitalisierung im Mittelstand - welche Rolle spielt ERP-Software?

+ Checkliste "Digitalisierung" am Ende des Artikels

Die Digitalisierung in Deutschlands kleinen und mittleren Unternehmen hat noch viel Aufholbedarf. So mancher Betrieb wird bei dieser Aufholjagd wohl auf der Strecke bleiben, wenn er diesem Punkt nicht genügend Aufmerksamkeit schenkt und weiter auf Insellösungen setzt. Daher muss ich mich heute einfach mit der Frage beschäftigen, wo Abläufe schneller und effektiver gemacht werden können und wo Innovation sowie digitale Transformation möglich sind: sei es im Rechnungs- und Personalwesen, in der betrieblichen Logistik oder in anderen Bereichen. Gleichzeitig muss mir klar sein, dass es in mittelständischen Unternehmen nur begrenzte Ressourcen für die interne Prozessoptimierung gibt. Umso wichtiger wird ERP: die Planung von Ressourcen in der Warenwirtschaft oder dem Dokumentenmanagement bis hin zur Kommunikationstechnik kann nur damit zeit- und bedarfsgerecht gesteuert werden.

 

Neue Herausforderung – die Anbindungen rund um „Industrie 4.0.“

 

Gerade auf den produzierenden Mittelstand kommen – Stichwort „Industrie 4.0.“ – enorme Herausforderungen zu, wenn es um die Digitalisierung von Geschäftsabläufen geht. Wenn ich große Datenmengen analysieren, die Cloud umfassend nutzen oder das Internet der Dinge einbinden will, kann ich das nur auf Basis eines ERP-Systems wirklich effektiv realisieren. ERP wird angesichts dieser Herausforderungen sozusagen zum Sprungbrett und zu den Schnittstellen für die digitale Transformation.

 

Gerade Cloud-Lösungen verändern immer mehr die IT-Landschaft und die Software in KMUs. Sie sind wertvoll, wenn es darum geht, den Investitionsaufwand für eine IT-Lösung niedrig zu halten. Zudem bieten sie mehr Sicherheit als ich im eigenen Rechenzentrum erwarten kann. ERP-Hosting oder Mietvarianten erlauben hier mehr Individualisierbarkeit und auch mehr Flexibilität und Möglichkeiten zur Entwicklung. 

 

Größere Mobilität ist gefragt

 

Das Thema ist auch dann wichtig, wenn ich der Frage nachgehe, wie sich durch größere Mobilität die Produktivität in Fertigung, Verkauf, Lager und Service ankurbeln lässt. Mobile Anwendungen machen Arbeitsabläufe flexibler, sie funktionieren aber nur dann wirklich gut, wenn sich die Technologien den betrieblichen Prozessen anpassen und nicht umgekehrt. Hier brauche ich direkt mit dem ERP-System vernetzte, adaptierbare Web-Applikationen, die mir ein Mehr an Flexibilität bringen, zugleich aber auch Investitionssicherheit und weniger Aufwand bei Pflege und Wartung.

 

Wenn ich mein Unternehmen fit in Sachen Digitalisierung machen möchte, sollte auch das Dokumenten-Management ein integrierter Teil einer ERP-Lösung sein: Alle Belege, Mails, Rechnungen und andere Geschäftsunterlagen sicher zuzuordnen und zu archivieren, beschleunigt und vereinfacht Geschäftsprozesse.

 

Ein Trendthema: die Integration von CRM und ERP 

 

Wie sieht mein Weg in die Zukunft aus, wenn ich in meinem Unternehmen sowohl Systeme für das Customer Relationship Management (CRM) als auch für ERP einsetze? Beide zu koppeln, bringt unbestreitbar Vorteile: Redundanzen als Folge doppelter Datenpflege lassen sich vermeiden, viele geschäftliche Prozesse werden effizienter und durchgängiger. Integrierte CRM-Module erlauben einen wirklich breitgefassten Blick auf den Kunden bis hin zum After-Sales-Service. Das ERP-System als zentrale Plattform versorgt alle Abteilungen im Unternehmen mit Echtzeit-Infos für ein systematisches, effizientes Management der Kundenbeziehungen.

 

Immer spannender auch für KMUs: das Internet der Dinge

 

Neue Anforderungen an das ERP durch die Digitalisierung bringt auch das Internet der Dinge. Vor allem bei der Prozessüberwachung entstehen immer mehr konkrete Projekte. Hier gibt es allerdings eine große Herausforderung durch die Notwendigkeit, die vielen anfallenden Daten korrekt zu erfassen und zu analysieren. Nur so lassen sie sich in der Lieferkette und in den Fertigungsprozessen produktiv nutzen. Auch für diese vielen neuen Datenquellen ist ERP mit einer Integration Workbench (INWB) gerüstet und erlaubt so über Systemgrenzen hinweg durchgängige Prozesse. 

 

ERP wird auch dann zum Thema, wenn es um die Anbindung von Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten über einen Web-Browser geht. Ist das Web-Portal ein integraler Bestandteil des ERP-Systems, lässt sich das effizient und unabhängig von Plattform, Endgerät und Standort realisieren. Jeder autorisierte User greift in Echtzeit online auf seine Daten in der ERP-Komplettlösung zu und erhält sozusagen maßgeschneidert alles, was er für die Erledigung seiner Aufgaben benötigt! 

 

Besonders spannend wird es im Unternehmen dann, wenn es darum geht, im ERP mit Business Intelligence auch große Mengen an Daten zu analysieren. Daher brauche ich für mein ERP-System BI-Werkzeuge, die sich intuitiv bedienen lassen. Als Lohn winken überaus wertvolle Erkenntnisse: etwa die komplexe, jederzeit mögliche Auswertung von großen Mengen an Maschinendaten, die mir eine sichere Basis für fundierte Entscheidungen liefern. 

 

 

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